Schutzverband Rupertiwinkel
News vom 28.03.2011

Sicherheitsrisiko Flughafen

Prof. Clausen:
"Mit großem Unfall muss immer gerechnet werden".
In einem Artikel des "Freilassinger Anzeiger" vom 19.03.2011 nimmt der Vorsitzende des Schutzverbandes Stellung zu Fragen der Sicherheit im Flughafenumfeld.


Nicht nur der Fluglärm, sondern auch die Gefahren, die vom Flugbetrieb ausgehen, beschäftigen den Schutzverband.
Vorsitzender Prof. Horst Clausen fordert eine Veröffentlichung der Flugspuren im Internet und eine Sicherheits- und Risikoanalyse.

Die meisten Flughäfen nutzen seinen Worten zufolge heute dieses Medium, um die Bevölkerung über die Flugverläufe zu informieren.
In Deutschland zeige das STANLY-Track-System der Deutschen Flugsicherung diese Flugspuren, zum Beispiel für die Flughäfen München,Stuttgart und Nürnberg.
Auch für den Flughafen Wien seien Flugspuren im Internet abrufbar.
"Für den Flughafen Salzburg soll aus Gründen des Datenschutzes eine Freigabe der Flugspuren nicht möglich sein.
Man kann sich nur die Frage stellen, was es denn hier zu verbergen gibt und der Öffentlichkeit nicht zugemutet werden kann", so Clausen.
Der Gedanke liege nahe, dass es sich um die Sicherheit des Flugverkehrs und das externe Risiko handelt.
Es dürfte allgemein bekannt sein, dass das Flughafenumland durch den Flugbetrieb einer erheblichen Gefährdung ausgesetzt ist.
Durch eine Sicherheits- und Risikoanalyse versuche man, das Absturzrisiko und die Gefahren zu erfassen.
Auch wenn es in Deutschland noch keine Grenzwerte gibt, falle im Vergleich mit Vorschriften anderer Länder (Großbritannien, Niederlande) auf, dass das Risiko nicht unerheblich ist.
Durch den sogenannten Kopfbahnhofbetrieb, das heißt An- und Abflug in Gegenrichtung am Flughafen SaIzburg, erhöhe sich das Risiko.
Ein Sicherheitsgutachten durch eine international anerkannte Institution fehle bis heute.
Wie die tragischen Vorgänge in ]apan zeigen, muss aber mit einem 'größten anzunehmenden Unfall' immer gerechnet werden", gibt der Vorsitzende des Schutzverbandes zu bedenken.