Schutzverband Rupertiwinkel
News vom 02.01.2010

Nach einer lauten Nacht

Nachtflugverbot am 2. Januar zehnfach ignoriert

Dass der Flughafen mit den im Staatsvertrag geregelten Betriebszeiten locker umgeht, ist bekannt, dass aber gleich 10 Flugbewegungen am Stück in der Nachtzeit durchgezogen werden, ist beispiellos.
3 Zentimeter Neuschnee und Frost von -3 Grad warfen die Logistik am Salzburger Flughafen so durcheinander, dass am 02.Januar bis Mitternacht reger Flugbetrieb herrschte.
Nicht auszudenken, welche Folgen ein wirklicher Wintereinbruch gehabt hätte.
Vielleicht sollte der Airport einfach versuchen kleinere Brötchen zu backen und nicht um jeden Preis den Titel „Größter Winter-Charterflugplatz in Europa“ anzusteuern, auf Kosten der Anrainer.
Zur Erinnerung: In der Zeit ab 22.00 Uhr sind keine Starts erlaubt und ab 23.00 zusätzlich keine Landungen. Diese Vereinbarung wurde von der Republik Österreich akzeptiert. Ausnahmen aus humanitären Gründen, verstehen sich von selbst. Wenn sich der Flughafen übernimmt und den anstürmenden Flugverkehr in den 16 Betriebs-Stunden nicht mehr richtig abwickeln kann, so ist das ein Managementproblem .
Wenn ein Flieger um Mitternacht einschwebt, so wurde schon beim Start bewusst das Nachtflugverbot ausgehebelt.
Wenn neun Flieger nach 22 Uhr auf den Weg geschickt werden, so entscheidet sich das Flughafenmanagement offen gegen die Belange der Anlieger.