Schutzverband Rupertiwinkel
News vom 08.08.2013

News vom 08.08.2013 Die Forderungen des Schutzverband Rupertiwinkel an eine Durchführungsverordnung:

Der Schutzverband Rupertiwinkel hat bereits am 14.12.2012 dem Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer einen ausgearbeiteten Antrag auf Erstellung einer DVO vorab übermittelt.
Dieser Antrag enthält eine Reihe von Forderungen mit Begründungen.
Der Schutzverband erwartet, dass das Bundesverkehrsministerium in die nun angekündigte DVO unseren Forderungen integriert hat.


Hier die Forderungen des Schutzverband Rupertiwinkel:

1. An- und Abflüge zum und vom Flughafen Salzburg dürfen über deutschem Hoheitsgebiet nur zu folgenden Zeiten erfolgen:

Montag bis Freitag: 8.00 bis 21.00 Uhr Ortszeit
an Samstagen: 9.00 bis 20.00 Uhr
an Sonntagen sowie den gesetzlichen
Feiertagen Neujahr, Erscheinungsfest (06.01.),
Karfreitag, Ostermontag, 1. Mai, Christi
Himmelfahrt, Pfingstmontag, Fronleichnam,
Tag der Deutschen Einheit (03.10.), Aller-
heiligen (01.11.), 1. und 2. Weihnachtstag: 10.00 bis 18.00 Uhr Ortszeit.

Ausnahmen von den Beschränkungen werden in besonderen Fällen von der Flugkontrolle erteilt. Besondere Fälle in diesem Sinne liegen vor, wenn die Wetterbedingungen für eine Landung bzw. einen Start aus bzw. in Richtung Süden nicht gegeben sind. Besondere Fälle in diesem Sinne liegen ebenfalls vor bei erklärten Luftnotlagen, bei der Durchführung von Flügen im Rahmen des Such- und Rettungsdienstes und bei Ambulanzflügen. Darüber hinaus kann die Flugkontrolle in besonderen Situationen, die mit Gefahren für die Sicherheit des Luftverkehrs verbunden sind, Ausnahmen zulassen.

2. Kunst- und Formationsflüge, die vom Flughafen Salzburg aus gestartet bzw. dort ihren Endpunkt finden, dürfen im deutschen Luftraum nicht durchgeführt werden.

3. Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH kann vorübergehend abweichende Flugverfahren festlegen, wenn dies aus zwingenden Gründen (z.B. Ausfall von Funknavigationsanlagen) erforderlich wird. Wegen der in diesen Fällen gebotenen Eile werden diese Flugverfahren als „NOTAM“ bekannt gemacht.
4. Für Abflüge vom Flughafen Salzburg wird ein modifiziertes Flugverfahren festgesetzt, bei dem Abflüge in Betriebsrichtung 33 so schnell wie möglich in Richtung Nordost abdrehen, um die Stadt Freilassing so weit wie möglich zu umfliegen. Das Flugverfahren soll einen Mindestabstand vom Siedlungsgebiet auf deutscher Seite garantieren und möglichst nah an der deutsch-österreichischen Grenze geführt werden.

5. Abflüge vom Flughafen Salzburg haben so zu erfolgen, dass der Einflug in deutsches Hoheitsgebiet in einer Mindesthöhe von 750 Meter über Grund erfolgt.

6. Die festzusetzenden An- und Abflugverfahren dürfen unter den dargelegten Betriebszeiten und Bedingungen nur dann genutzt werden, wenn die Betriebsrichtung der Start- und Landebahn den international gültigen Regeln entsprechend nach den Windverhältnissen festgelegt wird.

7. Weitere Maßnahmen zur Reduzierung der Lärmbelastung und der Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit auf deutschem Hoheitsgebiet sowie zur Verbesserung der Sicherheit, vor allem an den sog. „verkehrsstarken Tagen“ werden in das Ermessen des Bundesaufsichtsamts für Flugsicherung gestellt.